BLOG
Warum es nichts nützt der Dokumentation hinterherzulaufen..
...und was man stattdessen tun sollte..
Es kann für eine Qualitätsfachkraft ziemlich demotivierend sein, zum X-ten Mal auf fehlende Unterschriften bei den Reinigungsdokumenten hinzuweisen oder die nicht geführte Glasbruchcheckliste zu monieren.
Nicht selten, dass diese irgendwann entmutigt aufgibt und den Dingen seinen Lauf lässt, bis vorm anstehenden Audit erneut versucht wird, Fehler auszumerzen und Mitarbeiter für die Dokumentation zu begeistern.
„Besser ist es den Mangel aktiv zu beseitigen, bevor er entsteht, anstatt den Fehlern nachzulaufen!“
1. Dokumentiert ist noch lange nicht kontrolliert!
Oft werden Kontrollen gar nicht gemacht und daher nicht dokumentiert. Hier sollte der Prozess durchleuchtet werden und das Management angepasst werden! Eine unzureichende Einarbeitung führt auch dazu, dass Kontrollen erst gar nicht verstanden werden.
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
2. Mangelndes Verantwortungsgefühl von Mitarbeitern
Häufig arbeiten in Produktionsbetrieben mehrere Mitarbeiter gleichzeitig an einem Posten. Das Schaffen klarer Verantwortlichkeiten hilft Sätze wie „warum soll ich die Aufgabe/Dokumentation erledigen, wenn mein Kollege sich auch nicht verantwortlich fühlt“ zu vermeiden.
3. Mangelndes Verantwortungsgefühl von Vorgesetzten
Auch bei Vorgesetzten kann die Führungsverantwortung abnehmen. Dies vor allem in stressigen Phasen. Gezielte Coachings helfen sich wieder zu fokussieren.
4. Mangelnde Identifikation mit dem Produkt oder Unternehmen
Um ein „Wir-Gefühl“ im Unternehmen zu entwickeln, ist es wichtig Wertschätzung zu zeigen. Meinungen und Verbesserungsvorschläge anzuerkennen und Mitarbeiter in Form von Schulungen und Weiterbildungen zu fördern.
IFS Food 3.2.1 Risikobasierte Vorgaben zur Personalhygiene
Und wie man es schafft, dass diese Anforderungen auch eingehalten werden.
Mit der Anforderung 3.2.1 werden konkretere Mindestanforderungen an die Personalhygiene gestellt. Das Thema Rauchen wurde um die Punkte Dampfen oder die sonstige Verwendung von Tabak präzisiert. Weitere risikobasierte Vorgaben betreffen künstliche Fingernägel und Wimpern.
Doch wie schafft man es, dass diese und andere Hygienevorgaben auch nachhaltig umgesetzt werden?
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
Im Berufsalltag passiert es oft, dass ein Haarnetz verrutscht oder das Händewaschen nach der Abfallentsorgung spärlich oder gar nicht erfolgt. Spricht man die betroffenen Personen darauf an, wird klar, dass die Regeln zwar bekannt, aber in diesem Moment als zweitrangig angesehen wurden.
𝐈𝐧 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐦 𝐅𝐚𝐥𝐥 𝐡𝐢𝐥𝐟𝐭 𝐞𝐬 𝐇𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐠𝐫ü𝐧𝐝𝐞 𝐳𝐮 𝐞𝐫𝐤𝐥ä𝐫𝐞𝐧, 𝐚𝐧𝐬𝐭𝐚𝐭𝐭 𝐧𝐮𝐫 𝐀𝐧𝐰𝐞𝐢𝐬𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐞𝐫𝐭𝐞𝐢𝐥𝐞𝐧!
Wer z.B. mit dem Tragen von Schmuck in Verbindung bringt, dass dieser in der Regel stark verkeimt ist, kommt weniger auf die Idee, diesen im Produktionsbereich anzubehalten. Auch die Tatsache, dass man bis zu 100 Kopfhaare pro Tag verliert, untermauert das korrekte Tagen der Kopfbedeckung! 💡
Major - eine unterschätzte Gefahr
Beim Thema Zertifikatsverlust denkt man in erster Linie an die Missachtung einer der 10 KO-Anforderungen. Was jedoch nicht sofort ins Bewusstsein rückt ist, dass auch der Erhalt einer Major-Bewertung ein Aussetzen, bzw. den Verlust der Zertifizierung mit sich bringt. Auch nach wirksamer Behebung der Nichtkonformität ist eine Zertifizierung lediglich auf Basisniveau möglich.
Um dem vorzubeugen, ist es wichtig zu wissen, unter welchen Voraussetzungen ein Major vergeben wird.
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
➡️ Grundsätzlich kann dieser für 𝐣𝐞𝐝𝐞 reguläre IFS-Anforderung ausgesprochen werden (mit Ausnahme der KO-Anforderungen)
➡️ die wesentliche Nichteinhaltung einer Anforderung, insbesondere im Hinblick auf 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧𝐬𝐦𝐢𝐭𝐭𝐞𝐥𝐬𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 und 𝐠𝐞𝐬𝐞𝐭𝐳𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 rechtfertigen eine Vergabe
Dies kann in Punkto Lebensmittelsicherheit eine Fremdkörpergefahr sein. Beispielsweise absplitterndes Holz in der Produktion, bei dem eine Produktkontamination nicht ausgeschlossen werden kann.
Ein Verstoß gegen die „LMIV“ (Lebensmittelinformationsverordnung), der sich in Form von Kennzeichnungsfehlern/Fehlern in der Zutatenliste zeigt, dient als Beispiel einer Nichteinhaltung einer gesetzlichen Anforderung.
💡 Vor allem Prozesse und Zustände, die vermeintlich vorher im Audit kein Aufsehen erregt haben, rücken überraschend in den Vordergrund und sollten daher stets beleuchtet werden!
𝐐𝐌-𝐀𝐥𝐥𝐭𝐚𝐠 𝐯𝐬. 𝐄𝐢𝐧𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐮𝐧𝐠
Der Einarbeitungsplan steht, die Fachabteilungen sind informiert, der neue Mitarbeiter kann kommen! Bereits am ersten Arbeitstag erreicht dich eine heftige Kundenreklamation. Das Erstgespräch verläuft daher kürzer als gedacht. Die neue Kraft kann sich in der Zwischenzeit die Unternehmensleitlinien und das QM-Handbuch durchlesen.
Am Folgetag hinkt die Produktion aufgrund einer Störung hinterher. Der Produktionsleiter verschiebt daher den geplanten Produktionsrundgang auf die Folgewoche. Um die Lücke zu füllen, bindest du deinen neuen Kollegen gleich in die Reklamationsbearbeitung mit ein.
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
𝐃𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐁𝐞𝐢𝐬𝐩𝐢𝐞𝐥 𝐚𝐮𝐬 𝐝𝐞𝐦 𝐁𝐞𝐫𝐮𝐟𝐬𝐚𝐥𝐥𝐭𝐚𝐠 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐬 𝐐𝐌-𝐁𝐞𝐚𝐮𝐟𝐭𝐫𝐚𝐠𝐭𝐞𝐧 𝐤𝐨𝐦𝐦𝐭 𝐝𝐢𝐫 𝐛𝐞𝐤𝐚𝐧𝐧𝐭 𝐯𝐨𝐫? Dann geht es dir wie vielen anderen. Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen ist es die Regel, dass die Einarbeitung nebenher geschieht, was je nach Teamaufstellung einfacher oder schwieriger zu bewerkstelligen ist.
Insbesondere die Qualität der Einarbeitungsphase neuer Mitarbeiter ist ausschlaggebend für ein dauerhaft funktionierendes QM-System und für die Bindung des Beschäftigten ans Unternehmen. Nur wenn notwendiges Wissen typgerecht vermittelt wird, können anstehende Aufgaben erfolgreich erledigt werden. Auch bringt man dem neuen Teammitglied dadurch wichtige Wertschätzung entgegen.
Neue QM-Kraft aber wenig Personalressourcen diese anzulernen?
𝐊𝐞𝐢𝐧 𝐏𝐫𝐨𝐛𝐥𝐞𝐦, 𝐢𝐜𝐡 ü𝐛𝐞𝐫𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞 𝐝𝐚𝐬!
Ob vor Ort oder Online - zu sämtlichen IFS-Themen 💡
IFS Food 8 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐚𝐧𝐰𝐞𝐧𝐝𝐞𝐧
Im Folgenden möchte ich Tipps zur Interpretation der Standardanforderungen an die Hand geben. Ein wichtiger Punkt ist hierbei der 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝 𝐯𝐨𝐧 „𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬“ 𝐮𝐧𝐝 „𝐳. 𝐁.“
Beinhaltet eine Anforderung den Wortlaut „mindestens“, verlangt der IFS-Auditor genau nach diesen genannten Punkten. Bei der untenstehenden Anforderung 3.2.1 bedeutet dies, dass die Hygieneregeln des Betriebes die Punkte Haare und Bärte, Schutzkleidung sowie Handreinigung, etc. beinhalten 𝐌Ü𝐒𝐒𝐄𝐍!
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
Wird andererseits in einer Anforderung der Wortlaut „z. B.“ genutzt, dienen die nachfolgend genannten Punkte als Orientierungshilfe und 𝐊Ö𝐍𝐍𝐄𝐍! herangezogen werden. Bei der Anforderung 5.2.1 bietet es sich demnach an, den baulichen Zustand, die Außenbereiche, etc. bei den Werksbegehungen zu kontrollieren. Der letztendliche Umfang ist jedoch individuell festzulegen. 💡
➡️ 3.2.1 Risikobasierte Vorgaben zur Personalhygiene sind dokumentiert, umgesetzt und aufrechtzuerhalten. Diese beinhalten 𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐬𝐭𝐞𝐧𝐬 die folgenden Punkte:
• Haare und Bärte
• Schutzkleidung (einschließlich deren Verwendung in Sozialeinrichtungen)
• Handreinigung, -desinfektion und -hygiene […]
➡️ 5.2.1 Betriebsstätten- und Werksbegehungen sind geplant und werden zu bestimmten Themen
durchgeführt, wie 𝐳. 𝐁.:
• baulicher Zustand der Produktions- und Lagerräume
• Außenbereiche
• Produktkontrolle während der Verarbeitung […]
IFS Food Guideline
Der IFS hat kürzlich die deutsche Version der beliebten 𝐈𝐅𝐒 𝐆𝐮𝐢𝐝𝐞𝐥𝐢𝐧𝐞 herausgegeben. Es handelt sich um eine empfehlenswerte Informationsquelle, da die einzelnen Anforderungen anhand typischer Auditorenfragen näher erklärt werden.
𝐓𝐫𝐨𝐭𝐳 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐬 𝐓𝐨𝐨𝐥𝐬 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐞𝐬 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐞𝐫 𝐬𝐞𝐢𝐧, 𝐝𝐢𝐞 𝐁𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐀𝐧𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐳𝐮 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧. Ich helfe bei der Interpretation und gebe Tipps diese in Ihrem Unternehmen umzusetzen.
Zum Dokument: IFS_Food_v8_audit_checklist_guideline_v1_DE.pdf
IFS Food 8 Doctrine V 4
Der IFS konkretisiert in seiner neuen Doctrine zum IFS Food Version 8 einige 👉 Anforderungen. Welche das sind erfahren Sie hier:
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
4.4 𝐄𝐢𝐧𝐤𝐚𝐮𝐟
𝐊𝐥𝐚𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐮𝐫 𝐀𝐧𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 4.4.1
Es müssen spezifische Verfahren für den Einkauf von Tieren, Fisch und Meeresfrüchten vorhanden sein, die einer Kontrolle auf verbotene Substanzen unterliegen (z. B. pharmazeutische Stoffe, Tierarzneimittel, Schwermetalle und Pestizide).
4.18 𝐑ü𝐜𝐤𝐯𝐞𝐫𝐟𝐨𝐥𝐠𝐛𝐚𝐫𝐤𝐞𝐢𝐭
𝐊𝐥𝐚𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐮𝐫 𝐀𝐧𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 4.18.1
Im Fall von Schlachtbetrieben für Tiere ist zu berücksichtigen, dass die Rückverfolgbarkeit für alle essbaren Teile des Schlachtkörpers, einschließlich Blut, bereits vor der Feststellung der Eignung für den menschlichen Verzehr beginnt.
4.19 𝐀𝐥𝐥𝐞𝐫𝐠𝐞𝐧𝐫𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨𝐦𝐢𝐧𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠
𝐊𝐥𝐚𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐮𝐫 𝐀𝐧𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 4.19.3
Gemäß dieser Anforderung muss das Unternehmen die Gesetzgebung zur Allergenkennzeichnung in den Endprodukten einhalten. Bei unbeabsichtigtem oder technisch unvermeidbarem Vorkommen von Allergenen muss die Kennzeichnung gesetzlich deklarierter Allergene und möglicher Spuren risikobasiert erfolgen.
Beim Bewerten des Risikos unbeabsichtigter Allergeneinträge müssen sowohl Risiken aus im Unternehmen verarbeiteten deklarationspflichtigen Allergenen als auch unbeabsichtigte Allergene aus Rohstoffen berücksichtigt werden, um die Kennzeichnung der Endprodukte zu bestimmen.
4.21 𝐅𝐨𝐨𝐝 𝐃𝐞𝐟𝐞𝐧𝐜𝐞
𝐊𝐥𝐚𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐮𝐫 𝐀𝐧𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 4.21.2
Der Teil der Anforderung, der sich auf das Management externer Inspektionen und behördlicher Besuche bezieht, ist 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐚𝐧𝐰𝐞𝐧𝐝𝐛𝐚𝐫, wenn in dem Land, in dem das Audit durchgeführt wird:
keine gesetzliche Produktschutz-Vorgabe existiert, die externe Inspektionen oder behördliche Besuche im Bereich Produktschutz verlangt, 𝐨𝐝𝐞𝐫
das Unternehmen 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐔𝐒𝐀 𝐞𝐱𝐩𝐨𝐫𝐭𝐢𝐞𝐫𝐭 und daher 𝐤𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐅𝐃𝐀-𝐅𝐨𝐨𝐝 𝐃𝐞𝐟𝐞𝐧𝐜𝐞-𝐈𝐧𝐬𝐩𝐞𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧 erforderlich ist.
𝐇𝐢𝐧𝐰𝐞𝐢𝐬: Lebensmittelsicherheitsinspektionen, die durch Behörden durchgeführt werden, sind von dieser Anforderung nicht betroffen.
𝐈𝐅𝐒 8 𝐌𝐚𝐧𝐠𝐞𝐥𝐧𝐝𝐞 𝐊𝐨𝐫𝐫𝐞𝐤𝐭𝐮𝐫𝐦𝐚ß𝐧𝐚𝐡𝐦𝐞 𝐚𝐥𝐬 𝐡ä𝐮𝐟𝐢𝐠𝐬𝐭𝐞𝐬 𝐀𝐮𝐝𝐢𝐭-𝐊𝐎
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
Die aktuelle Auswertung des IFS zeigt es schwarz auf weiß – in zahlreichen Betrieben werden Maßnahmen, die aus Auditabweichungen resultieren nicht nachhaltig umgesetzt. Dadurch kommt es zu folgenschweren Konsequenzen im Folgeaudit, was sich in einem Zertifikatsverlust äußert. Doch woran liegt das?
„𝐀𝐮𝐝𝐢𝐭 𝐛𝐞𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧“ 𝐡𝐚𝐭 𝐡ö𝐡𝐞𝐫𝐞 𝐏𝐫𝐢𝐨𝐫𝐢𝐭ä𝐭 𝐚𝐥𝐬 „𝐒𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦 𝐯𝐞𝐫𝐛𝐞𝐬𝐬𝐞𝐫𝐧“
Wer kennt es nicht, das Audit ist bestanden, der Maßnahmenplan wird zugeschickt und man möchte nichts lieber als diesen schnell abarbeiten. Kurzfristig wird viel Energie investiert, aber sobald der Auditdruck weg ist, versandet die Umsetzung. Und genau das kann gefährlich werden. Oft werden Abweichungen nur oberflächlich „abgestellt“, z. B. durch eine schnelle Korrekturmaßnahme. Diese wird nicht in die tägliche Praxis integriert (z. B. durch Schulungen, Prozessänderungen). Auch wird nicht kontrolliert, ob die Maßnahme langfristig wirksam ist. Wenn Mitarbeiter dazu noch die Maßnahmen als Belastung anstatt Unterstützung sehen, ist eine Missachtung vorprogrammiert.
Dazu kommt, dass personelle Engpässe, Zeitdruck und fehlende finanzielle Mittel dazu führen, dass Abweichungen nicht tiefgreifend bearbeitet werden.
Oft fehlt auch eine starke QM-Leitung oder Fachkompetenz.
𝐁𝐞𝐬𝐬𝐞𝐫 𝐢𝐬𝐭 𝐞𝐬 𝐝𝐞𝐫 𝐔𝐫𝐬𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧𝐚𝐧𝐚𝐥𝐲𝐬𝐞 𝐦𝐞𝐡𝐫 𝐁𝐞𝐝𝐞𝐮𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐮 𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐤𝐞𝐧.
Es bringt nichts den Bodenbelag zum X-ten Mal nachzubessern, wenn der Untergrund marode ist. Auch ist es kontraproduktiv das Intervall von Kontrollmaßnahmen zu verschärfen, wenn den Mitarbeitern kein Zeitfenster für deren Durchführung gegeben wird. Sinnvoll ist es auch die Abarbeitung der Maßnahmen in einem regelmäßigen (Management)-Review zu verfolgen. Eine Möglichkeit bietet auch die Überwachung im Rahmen der HACCP-Teamsitzung.
💡 𝐓𝐢𝐩𝐩: Bei internen Audits immer die Abarbeitung der Korrekturmaßnahmen der vorangegangenen internen/externen Audits prüfen!
Fehlt die nötige Kompetenz, ist es ratsam, externe Unterstützung in Anspruch zu nehmen 😉 Ziel sollte sein, dass der Betrieb lernt, Abweichungen künftig strukturiert und nachhaltig zu bearbeiten, um den Folgen einer KO-Bewertung vorzubeugen.
𝐒𝐜𝐡𝐰𝐚𝐜𝐡𝐞𝐬 𝐙𝐞𝐫𝐭𝐢𝐟𝐢𝐳𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐚𝐮𝐝𝐢𝐭 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳 𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐫 𝐀𝐮𝐝𝐢𝐭𝐬
Man führt regelmäßig interne Audits durch, und trotzdem fällt das Zertifizierungsaudit schlechter aus als erwartet. Doch woran liegt das?
Bei der Vorbereitung einer Mitarbeiterschulung zum internen Auditor für einen Kunden stellte ich mir immer wieder diese Frage. Ein schlechtes Auditergebnis bedeutet jedoch nicht gleich, dass das System versagt hat, sondern eher, dass die Auditmethodik nicht den IFS-Anforderungen entspricht.
Oft liegt der Fokus zu sehr auf Formalitäten wie Checklisten und der Dokumentation, anstatt auf der tatsächlichen Umsetzung im Betrieb. Interne Audits werden häufig nach ISO-Logik geführt, bei der die Prüfung des Systems im Vordergrund steht, wobei der IFS Produktsicherheit und Praxisorientierung verlangt. Nicht umsonst zählen zu den drei häufigsten C-Abwertungen
1.10.2 Reinigung und Desinfektion
4.17.4 Zustand der Ausrüstungsgegenstände
4.12.2 Produktkontamination.
Erfolg verspricht interne Audits wie echte IFS Food-Audits durchzuführen und die Kompetenz der Auditoren regelmäßig zu schulen.
𝐅𝐨𝐨𝐝 𝐅𝐫𝐚𝐮𝐝 – 𝐤𝐧𝐢𝐟𝐟𝐥𝐢𝐠 𝐚𝐛𝐞𝐫 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐛𝐚𝐫!
Viele Lebensmittelsicherheitsstandards fordern heute einen 𝐏𝐥𝐚𝐧 𝐳𝐮𝐫 𝐁𝐞𝐤ä𝐦𝐩𝐟𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧𝐬𝐦𝐢𝐭𝐭𝐞𝐥𝐛𝐞𝐭𝐫𝐮𝐠. Doch wo fängt man an, wie tief muss die Verwundbarkeitsanalyse gehen, und was reicht dem Auditor wirklich?
Das Beispiel zeigt die zwei wesentlichen Schritte zur Erstellung eines möglichen Planes.
Neben dem Produktrisiko spielt auch das Lieferantenrisiko eine wichtige Rolle. Ganz pragmatisch gilt:
💡 𝐉𝐞 𝐛𝐞𝐬𝐬𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐢𝐞𝐟𝐞𝐫𝐚𝐧𝐭 𝐛𝐞𝐢𝐦 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐚 𝐋𝐞𝐛𝐞𝐧𝐬𝐦𝐢𝐭𝐭𝐞𝐥𝐛𝐞𝐭𝐫𝐮𝐠 𝐚𝐮𝐟𝐠𝐞𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐭 𝐢𝐬𝐭, 𝐝𝐞𝐬𝐭𝐨 𝐠𝐞𝐫𝐢𝐧𝐠𝐞𝐫 𝐟ä𝐥𝐥𝐭 𝐦𝐞𝐢𝐧 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞𝐫 𝐏𝐫ü𝐟- 𝐮𝐧𝐝 𝐊𝐨𝐧𝐭𝐫𝐨𝐥𝐥𝐚𝐮𝐟𝐰𝐚𝐧𝐝 𝐚𝐮𝐬.
Mein Ziel in der Beratung: Komplexes greifbar machen und Food Fraud so pragmatisch angehen, dass es im Berufsalltag funktioniert.
𝐑𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨𝐛𝐚𝐬𝐢𝐞𝐫𝐭𝐞 𝐅𝐞𝐬𝐭𝐥𝐞𝐠𝐮𝐧𝐠 𝐝𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐡𝐬𝐭𝐨𝐟𝐟𝐩𝐫ü𝐟𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐯𝐚𝐥𝐥𝐞
Auditoren oder vor allem Kunden fragen häufig:
„Wie wurde die Häufigkeit von Rohstoff- und Endproduktanalysen festgelegt?"
Die Standardantwort lautet oft: „𝐑𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨𝐛𝐚𝐬𝐢𝐞𝐫𝐭.“
Doch was bedeutet das konkret und wo ist es dokumentiert?
„Risikobasiert“ klingt gut – doch oft fehlt der Nachweis, wie genau das Risiko bewertet wurde und warum daraus dieses Prüfintervall resultiert.
Das Beispiel Sonnenblumenkerne 🌻🌻 zeigt, wie die Gefahrenanalyse zu Rückständen und Kontaminanten in Rohstoffen nachvollziehbar in ein 𝐇𝐀𝐂𝐂𝐏-𝐊𝐨𝐧𝐳𝐞𝐩𝐭 integriert werden kann.
𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐝𝐞𝐫 𝐈𝐅𝐒 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐒𝐢𝐞𝐠𝐞𝐥 𝐟ü𝐫 𝐄𝐧𝐝𝐤𝐮𝐧𝐝𝐞𝐧 𝐢𝐬𝐭
Der IFS ist ein 𝐁𝐮𝐬𝐢𝐧𝐞𝐬𝐬-𝐭𝐨-𝐁𝐮𝐬𝐢𝐧𝐞𝐬𝐬-𝐒𝐭𝐚𝐧𝐝𝐚𝐫𝐝. Er wurde geschaffen, um Handel, Marken und Hersteller entlang der Lieferkette eine verlässliche Vergleichbarkeit von Qualitäts- und Lebensmittelsicherheitsprozessen zu geben, nicht als Verbrauchersiegel.
💡Genau deshalb ist auch die Nutzung in der Endkundenwerbung (z.B. IFS Logo auf Verpackungen, Flyern für Endkunden oder Produktanzeigen) nicht erlaubt. Auf der eigenen Website darf das IFS-Logo nur in Bereichen erscheinen, die sich ausdrücklich mit Qualitäts- und Sicherheitsmanagement befassen, nicht im allgemeinen Verkaufsbereich.
IFS Doctrines
Neue IFS Doctrines wurden veröffentlicht und damit auch eine Klarstellung zu 𝐒𝐢𝐭𝐮𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧, 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐙𝐞𝐫𝐭𝐢𝐟𝐢𝐳𝐢𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐞𝐧 𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐛 𝐯𝐨𝐧 𝐝𝐫𝐞𝐢 𝐀𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐬𝐭𝐚𝐠𝐞𝐧 ü𝐛𝐞𝐫 𝐛𝐞𝐬𝐭𝐢𝐦𝐦𝐭𝐞 𝐅ä𝐥𝐥𝐞 𝐢𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐢𝐞𝐫𝐭 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐦ü𝐬𝐬𝐞𝐧.
Betroffen ist die Anforderung: IFS Food 1.2.6, IFS Logistics 1.2.4, IFS Broker 1.2.7 und IFS PACsecure 1.2.6.
Aktuelle RASFF-Meldungen
Gewürze sind ein toller Rohstoff, importiert sind sie jedoch häufig mit 𝐏𝐞𝐬𝐭𝐢𝐳𝐢𝐝𝐞𝐧 belastet. Vor allem Pflanzenschutzmittel, die in der EU verboten sind, fallen oft negativ auf. Aktuelle RASFF-Meldungen zeigen Überschreitungen bei Pfeffer aus China und Kreuzkümmel aus Indien, China und Ägypten. Das Beispiel zeigt einen Auszug der 15 Überschreitungen einer Lieferung indischen Cumins, die im Rahmen von Grenzkontrollen in Schweden ermittelt wurden.
Ein auf die Produktpalette abgestimmtes Rohstoffmonitoring beugt Reklamationen und Produktrückrufe vor.
𝐈𝐧 𝐝𝐫𝐞𝐢 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐫 𝐄𝐔-𝐊𝐨𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐢𝐭ä𝐭𝐬𝐞𝐫𝐤𝐥ä𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐏𝐏𝐖𝐑
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
1̳.̳ Bevor Erzeuger Verpackungen in Verkehr bringen, ist ein 𝐊𝐨𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐢𝐭ä𝐭𝐬𝐛𝐞𝐰𝐞𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠𝐬𝐯𝐞𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 durchzuführen. Dieses umfasst u.a. die Prüfung der Erfüllung von Nachhaltigkeitsanforderungen, wie z. B: PFAS-Grenzwerte, mit Hilfe von Prüfungen, Messungen und Berechnungen.
2̳.̳ ̳ In diesem Zuge wird die 𝐭𝐞𝐜𝐡𝐧𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐃𝐨𝐤𝐮𝐦𝐞𝐧𝐭𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 erstellt, die neben der Beschreibung der Verpackung, den Verwendungszweck auch z.B. die Beschreibung der Bewertungen zur Recyclingfähigkeit, Wiederverwendung und Minimierung aufweist.
𝘏𝘪𝘯𝘸𝘦𝘪𝘴: PFAS‑Grenzwerte gelten nur für Lebensmittelkontaktmaterialien. Hat die Verpackung keinen Lebensmittelkontakt, ist dieser Punkt nicht relevant.
Die Daten zur Erstellung der technischen Dokumentation können in großen Teilen vom Verpackungslieferanten bezogen/übernommen werden. Der Unterschied ist hier, dass die PPWR eine technische Spezifikation der 𝐟𝐞𝐫𝐭𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐕𝐞𝐫𝐩𝐚𝐜𝐤𝐮𝐧𝐠 verlangt und der Zulieferer Materialinformationen bereitstellt.
3̳.̳ ̳ Wurde durch das Konformitätsbewertungsverfahren nachgewiesen, dass eine Verpackung den geltenden Anforderungen genügt, so stellt der Erzeuger eine 𝐄𝐔-𝐊𝐨𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐢𝐭ä𝐭𝐬𝐞𝐫𝐤𝐥ä𝐫𝐮𝐧𝐠 nach anliegendem Muster aus.
𝘏𝘪𝘯𝘸𝘦𝘪𝘴: Am Markt sind bereits hilfreiche Onlinetools zur Generierung von Konformitätserklärungen verfügbar!
𝐖𝐞𝐧𝐧 𝐌𝐢𝐭𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐰𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧 𝐰𝐚𝐬 𝐟𝐚𝐥𝐬𝐜𝐡 𝐰𝐚𝐫..
..𝐤ö𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐞 𝐞𝐬 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠 𝐦𝐚𝐜𝐡𝐞𝐧
Wenn es beim IFS-Audit Abweichungen gibt, oder die Lebensmittelkontrollbehörde bei einer Begehung Mängel festgestellt hat, landet das Thema meistens bei QM, Produktionsleitung und Geschäftsführung. Die besprechen es, dokumentieren es, und haken es ab.
Aber die 𝐏𝐫𝐨𝐝𝐮𝐤𝐭𝐢𝐨𝐧𝐬𝐦𝐢𝐭𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐫, die täglich mit den betroffenen Prozessen arbeiten? 𝐃𝐢𝐞 𝐞𝐫𝐟𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐨𝐟𝐭 𝐠𝐚𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭𝐬 𝐝𝐚𝐯𝐨𝐧.
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
Dabei sind genau das die Personen, die den größten Mehrwert daraus ziehen könnten. Denn wenn jemand nicht weiß, was falsch gelaufen ist, wie soll er es dann richtig machen?
Eine einfache, aber sehr wirksame Lösung: 𝐇𝐀𝐂𝐂𝐏-𝐓𝐞𝐚𝐦𝐚𝐮𝐬𝐡ä𝐧𝐠𝐞 an Zutrittspunkten zur Produktion. In den relevanten Sprachen der Belegschaft. Mit einer klaren Beschreibung der Abweichung und der Maßnahme, die daraus folgt.
Aus meiner Praxis kann ich sagen: Diese Aushänge werden sehr gut angenommen. Mitarbeiter lesen sie, fragen nach, verstehen WARUM etwas geändert wurde. Und genau das ist Lebensmittelsicherheitskultur in der Praxis.
𝐇𝐀𝐂𝐂𝐏: 𝐒𝐨𝐦𝐦𝐞𝐫𝐡𝐢𝐭𝐳𝐞 𝐢𝐬𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐅𝐫𝐞𝐢𝐟𝐚𝐡𝐫𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐧
Diese Woche: IFS-Audit in der Fleisch- und Fischverarbeitung bei 36 °C Außentemperatur. Das Audit verlief erfolgreich, weil wir gut vorbereitet waren. Aber was aktuell generell verstärkt auffällt ist, dass bisherige qualitätssichernde Maßnahmen bei derartiger Hitze nicht mehr greifen.
Das HACCP-Konzept muss dahingehend überarbeitet werden.
Themen, die jahrelang problemlos funktioniert haben, werden plötzlich zur Herausforderung:
→ 𝐀𝐛𝐟𝐚𝐥𝐥𝐦𝐚𝐧𝐚𝐠𝐞𝐦𝐞𝐧𝐭 Bei hohen Temperaturen steigt das mikrobiologische Risiko in der Produktion rapide. Abfalleimer müssen ggf. aktiv gekühlt oder deutlich häufiger geleert werden. Stichwort Fliegenbefall
[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]
→ 𝐊ü𝐡𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐑ä𝐮𝐦𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐖𝐚𝐫𝐞 Kühlaggregate, die bei normalen Temperaturen problemlos funktionieren, stoßen im Hochsommer an ihre Grenzen. Die Folge: weniger Ware pro Kühlraum oder die Anschaffung zusätzlicher Kühlvorrichtungen.
→ 𝐒𝐜𝐡𝐮𝐭𝐳𝐤𝐥𝐞𝐢𝐝𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐇𝐲𝐠𝐢𝐞𝐧𝐞𝐝𝐢𝐬𝐳𝐢𝐩𝐥𝐢𝐧 Mundschutz kann bei hohen Temperaturen eine echte körperliche Belastung darstellen. Die Folge: Masken werden abgenommen, Hosen hochgekrempelt, Hygieneregeln schleichend aufgeweicht. Hier lieber zu früh als zu spät eingreifen.
→ 𝐅𝐥𝐢𝐞𝐠𝐞𝐧𝐛𝐞𝐟𝐚𝐥𝐥 Fliegen vermehren sich schneller, dringen häufiger ein und verbreiten sich rasanter. Dies ist besonders kritisch in Branchen, wo offene Produkte verarbeitet werden. Im schlimmsten Fall führt ein Befall zu behördlichen Sanktionen, Chargenvernichtung und Imageschäden.
→ 𝐒𝐭𝐚𝐧𝐝𝐳𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 𝐯𝐞𝐫𝐝𝐞𝐫𝐛𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐖𝐚𝐫𝐞 Bei höheren Temperaturen verkürzt sich das Zeitfenster, in dem verderbliche Ware sicher verarbeitet werden kann, erheblich. Was früher noch innerhalb der Toleranz lag, überschreitet bei Hitze schnell kritische Grenzwerte, mit direkten Auswirkungen auf die Produktsicherheit.
→ 𝐖𝐚𝐫𝐞𝐧𝐚𝐧𝐧𝐚𝐡𝐦𝐞 Verzögerungen bei der Warenannahme, die bei normalen Temperaturen kaum ins Gewicht fallen, können im Sommer zu messbaren Qualitätseinbußen führen. Die Kühlkette ist empfindlicher, Puffer werden kleiner.
→ 𝐓𝐫𝐢𝐧𝐤𝐫𝐞𝐠𝐞𝐥𝐮𝐧𝐠 Erweiterte Trinkzonen und zusätzliche Wasserspender müssen ggf. eingeplant werden.
Weder die Lebensmittelbehörde noch Auditoren akzeptieren „Sommerhitze" als Erklärung bei diesbezüglichen Abweichungen. Der Lebensmittelunternehmer hat dafür Sorge zu tragen, dass Grenzwerte stets eingehalten werden.
𝐏𝐏𝐖𝐑 𝐦𝐢𝐭 𝐈𝐅𝐒-𝐓𝐨𝐨𝐥 𝐩𝐫ü𝐟𝐞𝐧
Der IFS wird in Form des 𝐏𝐏𝐖𝐑 𝐂𝐨𝐧𝐟𝐨𝐫𝐦𝐚𝐧𝐜𝐞 𝐒𝐞𝐥𝐟-𝐀𝐬𝐬𝐞𝐬𝐬𝐦𝐞𝐧𝐭 eine Lösung zur Prüfung der PPWR-Anforderungen anbieten. Hierzu ist ein Online-Fragebogen in der IFS-Datenbank auszufüllen. Das Ergebnis soll einen Hinweis über Umsetzungslücken liefern. In einem späteren Schritt wird auch eine Prüfung im Rahmen des IFS-Audits angeboten.