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Matcha: Trend und Risiko


Matcha gewinnt weiter an Beliebtheit, doch mit steigenden Importmengen häufen sich auch die Grenzzurückweisungen. 2026 wurden unter anderem Rückstände von Flonicamid, Tebuconazol, Thiamethoxam, Lambda-Cyhalothrin, Tolfenpyrad und Dinotefuran gefunden, teils auch der nicht zugelassene Wirkstoff Lufenuron sowie erhöhte Aluminiumwerte. Betroffen waren Importe aus Vietnam, China und teils Japan.

Doch warum ist ausgerechnet Matcha so anfällig?

Anders als bei klassischem Tee wird bei Matcha nicht nur ein Aufguss getrunken, sondern das fein gemahlene Blatt konsumiert. Rückstände, die sonst größtenteils im Blatt zurückbleiben, gelangen so vollständig ins Produkt.

 Hinzu kommt die Anbaumethode. Die Pflanzen werden vor der Ernte wochenlang beschattet (Farbe, Reduzierung Bitterstoffe), das macht sie anfälliger für Schädlinge und Pilzbefall und begünstigt einen intensiveren Pflanzenschutzmitteleinsatz. Teepflanzen reichern zudem von Natur aus Aluminium aus dem Boden an.

 Auch die Herkunft spielt eine große Rolle. Bio-Matcha aus Japan schneidet in Untersuchungen meist besser ab als konventionelle Ware, weil in den Herkunftsländern teils weniger strenge Grenzwerte gelten als in der EU.

 💡Unternehmen, die Matcha importieren oder verarbeiten sollten daher Wareneingangskontrollen und dem Rückstandsmanagement einen hohen Stellenwert einräumen, gerade bei wechselnden oder neuen Lieferanten.

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